Wie wird Vitiligo diagnostiziert?

Oft sind betroffene zunächst verunsichert, wenn die bei Vitiligo typischen Flecken entdeckt werden. Es gibt noch einige weitere Hauterkrankungen, die helle Flecken hervorbringen könnten, so zum Beispiel eine Hautpilz-Art. Die weißen Areale bilden sich in 9 von 10 Fällen noch vor dem 20. Lebensjahr, sind jedoch selten von Geburt an da. Dies ist auch der größte Unterschied zum sogenannten Albinismus. Bei letzterem fehlen die Pigmente allerdings vollständig und nicht nur stellenweise. Wir zeigen, mit welchen Methoden die Weißfleckenkrankheit beim Menschen diagnostiziert werden kann und wie der Arzt normalerweise vorgeht.

Vitiligo: Warum eine Diagnose wichtig ist

Eine Krankheit kann nur dann effektiv behandelt werden, wenn tatsächlich klar ist, um welche Erkrankung es sich überhaupt handelt. Vitiligo-Patienten können erst nach der Diagnose eine Herangehensweise und eine Therapie wählen. Am besten ist hier daher, wenn neben der Erkenntnis des Problems auch mögliche Ursachen festgestellt werden können. Viele betroffene Frauen und Männer merken beispielsweise, dass sich die Flecken immer dann ausbreiten, wenn bestimmte Lebensmittel konsumiert werden, Stress entsteht oder sich nach einem Sonnenbrand die Haut abschält. Ein erfahrener Fachmann kann außerdem klären, ob der Körper Mängel an Vitaminen oder Mineralien aufweist.

Untersuchung mit Wood-Licht

Während helle Flecken auf dunkler Haut in der Regel sofort erkennbar sind, ist dies bei hellhäutigen Menschen oft nicht der Fall. Bei hellen Hauttypen erfolgt die Begutachtung der Flecken des Arztes meist durch das sogenannte Wood-Licht. Unter der speziellen Beleuchtung können die Pigmentveränderungen, die bei Vitiligo in Erscheinung treten rasch diagnostiziert werden. Unter der Leuchte werden auch viele andere Hauterkrankungen und Probleme sichtbar. Akne, Veränderungen der Hautdicke, Melanomen und tuberösen Sklerose sind nur einige von ihnen. Außerdem leisten sie zur frühen Erkennung von verschiedenen Hautkrebsarten einen zusätzlichen wertvollen Beitrag.

Sichere Diagnose bei Vitiligo durch Blutabnahme

Eine ziemlich sichere Methode ist die Diagnose durch die Abnahme von Blut des Patienten. Das Blutbild liefert zahlreiche Hinweise, darunter auf andere Autoimmunerkrankungen, Mangelerscheinungen und einige Antikörper. Bei einem großem Blutbild kommen im Labor darüber hinaus viele andere Werte ans Tageslicht. Hier spiegelt sich der aktuelle gesundheitliche Zustand einer Person im Ganzen wieder. Bakteriellen Infektionen oder Pilze werden somit rasch entdeckt. Wie bei der Methode mit dem Wood-Licht ist auch hier die Erkennung von Krebszellen möglich und durchaus relevant. Meist dauert es einige Tage, bis man das endgültige Ergebnis der Untersuchungen erhält.

Hautprobe zur Diagnose von Vitiligo

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen nehmen einige Dermatologen eine Hautprobe vom betroffenem. Unter dem Mikroskop erkennen die Experten die Struktur des Gewebes, und können zudem restliche Bestände von Melanin einsehen. Diese sind bei Vitiligo nämlich nicht vollständig verschwunden, sondern nur deaktiviert. Die Diagnose zeigt, wie viele dieser Pigmentzellen noch intakt sind. Sehr oft befinden sich die aktiven Zellen rund um die Haarwurzeln. An diesen Stellen können sie sich dank einiger noch ungeklärter Umstände besser erhalten als an Haar-freien Zonen.

Vitiligo kann meist mit bloßem Auge diagnostiziert werden

Alle hier beschriebenen Herangehensweisen sichern die Diagnose nur ab. Ein geübter Fachmann kann normalerweise auf den ersten Blick sagen, ob es sich tatsächlich um Vitiligo handelt oder nicht. Trotzdem ist es sinnvoll, mit Hilfe eines Bluttest genauere Informationen zu erhalten, da sie unter Umständen bei der Behandlung helfen könnten.